Verlorene Wörter und wie wir sie wiederfinden können

Bei einem gemütlichen Brunch mit zwei Freundinnen stellten wir fest, dass uns immer häufiger Wörter einfach verlorengehen. Wir diskutierten darüber, warum das so ist. In den meisten Fällen handelt es sich um Wörter, die wir kurzfristig vergessen haben. Manchmal sind es aber auch Wörter, die wir nur noch selten verwenden, weil sie nach und nach in Vergessenheit geraten oder durch modernere Begriffe ersetzt wurden.

Im Zusammenhang mit dem Älterwerden stellt sich für mich persönlich definitiv die Frage, warum wir immer mehr vergessen und was wir konkret dagegen tun können. Oder anders formuliert: Wie kann ich mein Gehirn fit halten und meine verlorenen Wörter wieder zurückerobern?

Wie können wir unser Hirn fit halten?

Wenn wir diese Frage auf unsere Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit übertragen, scheint die Antwort ganz simpel zu sein: Der Weg zum Gehirn führt über das Herz.

Nachstehend einige Punkte, auf die Sie in Ihrem Alltag vermehrt achten können, um Ihrem Hirn etwas Gutes zu tun:

  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit chronischen Stress, denn dieser kann unsere grauen Zellen schädigen und uns vergesslicher machen.

  • Und wie lassen sich Stresshormone abbauen? Sie haben bestimmt Ihre eigenen Strategien. Wissenschaftlich belegt ist jedoch, dass Bewegung dabei helfen kann, Stresshormone abzubauen.

  • Schlafen Sie genügend, damit sich Ihr Körper immer wieder regenerieren kann. Leider gibt es keine Wunderpille für ein fittes Hirn – das wäre zu einfach.

  • Achten Sie auf die sorgfältige Pflege Ihrer sozialen Kontakte.

  • Zurückhaltung beziehungsweise der Verzicht auf Rauchen und Alkohol tut Körper und Gehirn gut.

  • Neurowissenschafter:innen weisen darauf hin, dass die Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit unseres Gehirns leisten kann. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, welche Lebensmittel am wirkungsvollsten für unser Hirn sind. Entscheidend ist vielmehr eine ausgewogene Gesamternährung gemäss den Schweizer Ernährungsrichtlinien. Sie hilft unserem Denkorgan, normal zu arbeiten, kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen senken und Müdigkeit sowie Konzentrationsschwächen vorbeugen. Zudem weisen Studien darauf hin, dass gesunde Ernährungsmuster dazu beitragen können, das Risiko für Demenz zu senken.

Wer den Grundsatz „Was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Hirn“ beherzigt, ist auf der richtigen Seite.

Und mein persönlicher Rat bei verlorenen Wörtern: möglichst lange darüber nachdenken – und natürlich ohne KI, Google und Co. –, bis sie wiederkommen. Das funktioniert zwar nicht immer, aber bei mir in erstaunlich vielen Fällen.

Viel Spass beim Suchen und Finden 😊

Ihr Silber Tavolata Team

Filmtipp:Das Labyrinth der Wörter – mit Gérard Depardieu

Stibitzt uns die Künstliche Intelligenz das Denken?

Bei meinem Ausflug in die KI-Welt diesen Sommer bin ich auf einen spannenden Blogbeitrag gestossen mit dem Titel «KI raubt dir nicht das Denken. Du gibst es ab.» Ein zentraler Begriff darin ist das «Kognitive Offloading» – zu Deutsch: gedankliches Entlasten.

Neu ist das nicht: Schon lange vor der KI haben wir Denkarbeit ausgelagert, um unser Gehirn zu entlasten. Sei es durch den Einkaufszettel, den Wecker oder den Taschenrechner. Doch wie verändert KI dieses Prinzip? Die wichtigsten Gedanken aus dem Artikel habe ich hier für Sie zusammengefasst.

Im Zusammenhang mit der KI gibt es derzeit viele neue Studien, die der Frage nachgehen, ob wir bei der Verwendung von Künstlicher Intelligenz unser Denken an die Maschinen abgeben, oder ob wir als Menschen die Eigentümerschaft über das Denken behalten und wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann. Gemäss dem Experten sind folgende Prinzipien dabei wichtig:

Geduldig erklären lassen. Wenn Sie etwas Neues lernen oder nicht verstehen, nutzen Sie die KI wie einen geduldigen Lehrer. Lassen Sie sich Dinge mehrmals, mit einfachen Beispielen oder auf verschiedene Arten erklären.

Zuerst kurz selbst nachdenken. Bevor Sie die KI nach einer Meinung oder Antwort fragen, überlegen Sie kurz selbst. Schon zwei Minuten Nachdenken reichen aus, damit Ihr eigener Kopf aktiv bleibt und nicht einrostet.

KI als Kritiker nutzen, nicht als Ausfüller. Lassen Sie die KI Ihre eigenen Ideen prüfen, Fehler finden oder Tipps geben. Lassen Sie sich aber nicht die ganze Arbeit abnehmen oder den fertigen Text schreiben.

Eigene Entscheidungen begründen. Wenn die KI Ihnen einen Vorschlag macht, entscheiden Sie bewusst, ob Sie es annehmen oder ablehnen wollen. Sagen oder schreiben Sie kurz für sich auf, aus welchem Grund Sie so entscheiden.

Fleissarbeit abgeben, um Zeit für Wichtiges zu haben. Überlassen Sie der KI ruhig lästige Routinearbeiten (z. B. lange Texte zusammenfassen). Nutzen Sie die gesparte Zeit aber bewusst, um die Ergebnisse in Ruhe zu prüfen und darüber nachzudenken.

Ab und zu ohne Hilfe testen. Machen Sie alle paar Monate eine Probe aufs Exempel: Schaffen Sie eine Aufgabe auch noch ganz ohne Computer und KI? So merken Sie sofort, ob Sie etwas wirklich gelernt haben oder abhängig geworden sind.

Mit diesen Grundsätzen behalten Sie die Oberhand und lernen dabei immer wieder dazu.

Ihr Silber Tavolata Team

Auf Kontakt geschaltet – Warum soziale Verbindungen für unsere Gesundheit so wichtig sind

Viele von uns wissen aus eigener Erfahrung: Ein gutes Gespräch, ein gemeinsames Lachen oder einfach das Gefühl, nicht allein zu sein, tut gut. Doch soziale Beziehungen sind nicht nur angenehm – sie sind sogar lebenswichtig.

Die US-amerikanische Psychologin und Wissen-schaftlerin, Julianne Holt-Lunstad ist international bekannt für ihre Forschung über soziale Beziehungen, Einsamkeit und Gesundheit.

Holt-Lunstad wurde von der Gesundheitsförderung des Kantons Zürich im Februar am kantonalen Präventionstag via Videostream eingeladen, dazu einen kurzen Vortrag zu halten. Sie erklärte, dass unser Gehirn von Natur aus „auf Kontakt geschaltet“ ist. Das bedeutet, dass wir Menschen darauf ausgelegt sind, in Verbindung mit anderen zu leben. Freundschaften, Familie und Nachbarschaft und viele andere soziale Kontakte geben uns nicht nur Halt, sondern sie wirken sich direkt auf unsere Gesundheit aus.

Studien zeigen, dass Menschen mit guten sozialen Beziehungen länger leben, seltener krank werden und sich insgesamt wohler fühlen. Umgekehrt kann Einsamkeit den Körper belasten – ähnlich wie Bewegungsmangel oder ungesunde Ernährung.

Gerade im Alter können sich Lebensumstände verändern und dazu führen, dass sich Menschen einsam fühlen und vertraute Menschen fehlen. Umso wichtiger ist es, bewusst in Kontakt zu bleiben oder neue Verbindungen zu knüpfen.

Nachstehend einige praktische Anregungen:

  • Ein regelmässiger Anruf bei Freunden oder Familie (oder alternativ bei malreden.ch).

  • Ein Spaziergang mit Nachbarn, Bekannten oder einer Laufgruppe, z.B. zämegolaufe.

  • Persönliches Engagement in Form von Freiwilligenarbeit oder in einem Verein.

  • Der Besuch eines Ostergottesdienstes.

  • Ein freundliches Gespräch im Alltag, z.B. an der Kasse, auf einer Parkbank oder auf dem Wochenmarkt.

Jeder Kontakt zählt. Es geht nicht darum, viele Menschen um sich zu haben, sondern echte, verlässliche Verbindungen zu pflegen.

Unser Tipp: malreden gibt älteren Menschen die Möglichkeit, sich mit einem einfühlsamen Gegenüber einfach mal auszutauschen und ein wenig Alltag, Sorgen und Freuden zu teilen. Kostenlos. Anonym. Vertraulich 😊.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele soziale Kontakte, die Ihnen zeigen, dass sie nicht allein, sondern mit anderen verbunden sind.

Ihr Silber Tavolata Team

Wieder lernen zu staunen!

Das Wort «staunen» steht für jenen kurzen Moment, in dem wir innehalten und uns eine «Mini-Auszeit» im Alltag nehmen dürfen. Es ist eine Mischung aus Überraschung, Bewunderung und Ehrfurcht vor etwas, das grösser, schöner oder unerwarteter ist, als wir es uns gerade vorgestellt haben. In anderen Worten ausgedrückt: Staunen ist ein kurzer „Aha-Moment“ der Seele.

Kinder und besonders kleine Kinder staunen wahrscheinlich häufiger als wir Erwachsenen. So können Kleinkinder beim Spazieren schon beim Anblick eines grossen Traktors oder Krans, einem verwundbaren Wurm auf der Strasse oder eines Käfers auf einem Blatt staunen und innehalten. Trotz unserer Lebenserfahrung vergessen wir im Alltag oft, wie viele kleine Wunder uns umgeben. Wir müssen nur lernen, sie wieder bewusst wahrzunehmen.

Nichts lehrt uns das Staunen so sehr wie die Natur, unsere Nächsten und unser Dasein. Staunen können wir über die kleinen Dinge, wie:

-         aus einer winzigen Knospe eine prachtvolle Blüte werden kann

-         sich die Natur um uns herum immer wieder anders zeigen kann

-         wir immer wieder auf andere Art beschenkt werden

Oft blicken wir im Alter auf das, was vielleicht schwerer fällt oder nicht mehr so geht wie früher. Staunen wir doch darüber, was unser Körper und unser Geist immer noch leistet. Alles, was noch geht, istLebenskraft, die unserer Anerkennung verdient. Und wer staunt merkt, dass das Staunen uns fast automatisch zur Dankbarkeit führt. Wenn wir über die Schönheit eines Moments staunen, dürfen wir eine tiefe Zufriedenheit spüren.

Tipp: Staunen ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Versuchen Sie Ihren Alltag neu wahrzunehmen und immer wieder zu staunen. Schärfen Sie Ihren Blick, und sie werden die Welt mit neuen Augen sehen😊.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele Momente des Innehaltens und des Staunens.

Ihr Silber Tavolata Team

Immer an unserer Seite – Nachbarn sind manchmal genauso wichtig wie Freunde und Familie!

Wir alle freuen uns über Familienzusammenkünfte und dies besonders über die Festtage, auch wenn manchmal nicht alles harmonisch zu und hergeht, so ist es doch unsere Familie, d.h. unsere engste Verbindung. Es gibt aber auch Menschen, die von ihren Familien getrennt leben, ob gewollt oder nicht. Und die eigene Familie ist ja auch nicht immer da, wenn wir sie brauchen könnten. Da ist es wunderbar, wenn wir eine gute Nachbarschaft pflegen. Und die Menschen von nebenan werden in unserer alternden Gesellschaft immer wichtiger, so lese ich es in einem Zeitschriftenartikel.

Ich kann dies nur unterstützen, denn wie gut tut es, wenn wir allein sind und trotzdem Geräusche von nebenan oder von draussen hören und uns beim Einkaufen, in der Waschküche oder im Treppenhaus ab und zu sehen. Positive Erfahrungen mit der Nachbarschaftshilfe durften wir während der Corona Pandemie zum Glück auf vielfältige Art und Weise erfahren.
Lassen wir alle etwas mehr Nähe zu, manchmal genügt schon ein Lächeln, ein liebes Wort oder eine kleine Aufmerksamkeit mit einem selbstgebackenen Stück Kuchen. Nachbarn sind ein soziales Kapital: Und es macht gesund und glücklich, wenn wir es mehren.

Wir wünschen allen ein wunderbares neues Jahr mit vielen kleinen Gelegenheiten, das soziale Kapital in unserer Nachbarschaft zu mehren, um uns - wenn auch nur für kurze Augenblicke - glücklich zu fühlen😊.

Dein Silber Tavolata Team

Gelingendes Altern

Bei guter Gesundheit zu altern, ist wünschenswert, entspricht aber einerseits nicht der Realität und wäre andererseits zu einfach, um ein gelingendes Altern zu umschreiben. Dankbarkeit, Zufriedenheit, gute und tragfähige Beziehungen, Sinnhaftigkeit, Autonomie, Lebensqualität sowie das eigene subjektive Wohlbefinden gehören genau so dazu und sind ebenso wichtig.

Es geht letztlich um die Fähigkeiten, die gesundheitlichen Einschränkungen in das eigene Leben zu integrieren und so mit ihnen umzugehen, dass das Leben trotzdem als sinnvoll und lebenswert erfahren werden kann.

Oder wie es Oprah Winfrey sagt: “Die beste Art, das Altern zu betrachten, ist, es als eine Gelegenheit zu sehen, das, was nicht funktioniert hat, hinter sich zu lassen und mutig in eine ganz neue Zukunft zu gehen.”

Was macht uns im Alter glücklich?

Zu dieser Frage gibt es wohl unendlich viele Antworten und diesen nachzuspüren finden wir spannend und relevant für das eigene Wohlbefinden. Wir sind überzeugt, dass nebst dem Wunsch, möglichst lange gesund zu bleiben noch ganz viele andere Komponenten dazu beitragen, dass wir uns selbst glücklich fühlen dürfen.

  • Kinderjauchzen hören und “mitjauchzen”

  • Nicht mehr müssen, nur noch dürfen

  • Krankheiten und körperliche Einschränkungen akzeptieren und annehmen

  • Dinge, die wir nicht mehr tun können, mit anderem ersetzen

  • Soziale Kontakte pflegen

  • Privilegien: Man muss sich nur trauen, sie zu geniessen

  • Ballast abwerfen und Dinge verschenken

  • Nicht die Selbstcheckoutkasse benutzen

  • Sich selbst nicht zu ernst nehmen

  • Die Neugierde behalten

  • Kopf und Körper trainieren

  • Zeit haben

  • Sich selbst aushalten

  • Nicht mehr zu vieles gleichzeitig tun

Diese Liste lässt sich beliebig ergänzen. Wir wünschen dir ein glückliches Älterwerden, denn dazu es gibt zum Glück kein Rezept, sondern nur Anregungen und die eigene Wahrnehmung. 😊

Dein Silber Tavolata Team

Trotz Allem

Unsere Welt ist vielschichtig geworden, Zusammenhänge sind oft unüberschaubar, zu komplex, zu negativ oder zu aussichtslos. Gerade in zwei Zeitschriften habe ich motivierende Texte gefunden, wie wir uns trotz allem dieser Ohnmacht entziehen können.

Erzählen - trotz allem sich auf das zu besinnen, was uns gut tut, ist wichtig und richtig, doch genau so wichtig ist es, dass wir uns aus vertrauensvollen Quellen Informationen beschaffen, die über Ungerechtigkeiten und Gewalttaten auf dieser Welt erzählen. Erzählen, damit nichts verloren geht, erzählen, um Erinnerungen zu bewahren,: aber auch um die Fähigkeit zu entwickeln, sich Alternativen auszumalen, Mitgefühl zu entwickeln und sich dem Bestehenden zu widersetzen.

Hinsehen - trotz allem hinsehen, denn wenn wir nicht hinsehen, wenden wir uns ab und können den Menschen und deren Schicksale nicht sehen. Veränderung wird nur dann möglich, wenn wir die Realität sehen, sie zu verstehen versuchen und unseren Möglichkeiten entsprechend aktiv werden.

Lachen - trotz allem: Wir lachen nicht, weil alles gut ist, sondern weil es uns lebendig hält, gut tut, verbindet, Kraft gibt und Gemeinschaft stiften kann. Nicht alles ist lustig, was uns derzeit Unerwartetes begegnet, aber es ist vieles unerwartet, was uns zum Lachen bringt.

Glauben an das Gute - trotz allem: Wir dürfen an das Gute in kleinen Gesten, im solidarischen Handeln und in mutigen Worten und Taten glauben. Glauben kann nicht die Welt um uns, aber uns selbst verändern und die Art, wie wir handeln, sprechen und leben.Alles beginnt mit einer Idee. Vielleicht spielst du mit dem Gedanken, ein Unternehmen zu gründen. Vielleicht willst du mehr aus deinem Hobby machen. Oder vielleicht hast du ein kreatives Projekt, das du mit der ganzen Welt teilen möchtest. Was auch immer es ist – die Art und Weise, wie du deine Geschichte online vermittelst, kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.